Episode 24: Moderne Spiritualität? Was dient mir wirklich – 6 Methoden, wie Du sicher durch den Dschungel der Angebote navigieren kannst.

Wie soll ich im dichten Dschungel spiritueller Angebote nur erkennen, was das Richtige für mich ist? Und was bedeutet alte und neue Spiritualität? Gibt es da überhaupt einen Unterschied?

Vorneweg ein klares Ja! Es gibt einen Unterschied zwischen alter und neuer Spiritualität:
Du brauchst keinen Guru mehr. Die Welt erhöht ihre Frequenz und damit auch ihre Energie. Damit steht jedem Einzelnen so viel mehr Energie zur Verfügung, als noch vor 30 Jahren. So fällt es leichter, seinen eigenen Zugang in das Göttliche zu finden und sich mit seinem höheren Selbst als seinem eigenen „unabhängigen Guru“ zu verbinden – sofern man weiß wie.

Der Bedeutungswandel des Begriffs Esoterik unterstreicht das sehr eindrücklich. Die Definition der deutsche Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik Stand 18.10.2020) leistet hier überraschend gute Arbeit:

Esoterik (von altgriechisch esōterikós ‚innerlich‘, dem inneren Bereich zugehörig‘) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen.

Das steht sinnbildlich für „alte Spiritualität“. Es gibt wenig Eingeweihte, das Wissen steht nicht allen zur Verfügung und man muss sich an Personen des inneren Kreises wenden, um Hilfe zu erfahren.

Heute sieht das ganz anders aus. Immer mehr Menschen „wachen auf“, für jeden gibt es einen passenden Zugang, seinen Weg in die Bewusstheit zu finden. Durch Internet und Social Media ist Wissen und Unterstützung zu dieser Themenwelt einfacher verfügbar. Heute ist es nicht mehr schwierig, Informationen zu finden, sondern das passende Angebot für sich heraus zu suchen – und dabei nicht auf Scharlatane herein zu fallen.

Diese Göttlichkeit in Dir selbst zu entdecken,
ist Ziel des spirituellen Weges ist
.

Ein gutes Beispiel für alte Spiritualität ist Reiki. Reiki ist eine Form der Energiearbeit, in der meist über das Auflegen der Hände und den Einsatz von gewissen Energie-Symbolen, Heilung gegeben wird. Dieses Wissen wird von Meistern an ihre Schüler weitergegeben. Es ist also ein Einweihungsweg. Der Schüler arbeitet dabei weiterhin im Energie-Kanal des Meisters.

Wenn der Schüler sich aber spirituell weiterentwickelt, seine Heilkräfte und seine Bewusstheit wachsen, er eine immer höhere Frequenz bekommt, dann kann die Meisterenergie schnell zu klein und wie ein Korsett sein, das die eigene Heilkraft schmälert. Wir können uns über unserer Seele selbst an die Quell-Energie Gottes/ des Universums anschließen und benötigen dafür keinen Vermittler mehr. Keinen Priester. Keinen Reiki Meister. Das ist die neue Spiritualität.

Be your own Guru!

Es gibt sehr viele uralte spirituelle Methoden, die trotzdem heute noch genauso aktuell sind. Z.B. die Arbeit mit Heilsteinen, das Trommeln oder Räuchern. Sie sind nie aus der Mode gekommen und können eine wertvolle Unterstützung sein.

Obwohl ich viele energetische Methoden habe, mich selbst, meine Wohnung und mein Umfeld mit Energie zu reinigen, greife ich doch manchmal zum Räuchern. Die Energie der Pflanze, die ich verbrenne, ihr Duft im Rauch, zu beobachten wohin der Rauch zieht – es ist ein sinnliches Erlebnis, also mit meinen Sinnesorganen wahrnehmbar. Es tut gut, dem Körper manchmal dieses Erlebnis zu schenken.

Spiritualität wird von vielen wieder neu für sich entdeckt. Es ist richtig und wünschenswert, dass es mittlerweile so viele Zugänge und Möglichkeiten gibt. Dadurch ist für jeden etwas dabei.

Kommen wir zu der Frage: Woher weiß ich, was das Richtige für mich ist, im Dschungel der spirituellen Lehren und Methoden? Um das herauszufinden beginnt man mit einer simplen Frage und arbeitet sich dann immer weiter voran:

  1. Tut es Dir auf allen Ebenen gut?

    Macht Dir etwas Angst? Fühlst Du Dich abgewertet durch einen spirituellen Lehrer?
    Mit der Angst von Menschen zu spielen ist ein Marketing-Instrument. Verunsichern, einschüchtern und dann sein Produkt verkaufen – das ist unseriös: Ich würde die Finger davonlassen. Angst dämpft unsere Schwingung massiv und wir können nur noch sehr schwer unsere Intuition gebrauchen, geschweige denn ihr vertrauen.

  2. Gibt es Überhöhung? Möchte Dich jemand abhängig machen?

    Spielt sich ein spiritueller Lehrer auf, als ob er der Einzige ist, der DIE Wahrheit kennt? Gibt es Absolutheitsansprüche? Schart er Jünger um sich? Da wittere ich sofort Gurutum. Für mich ist das nicht mehr zeitgemäß. Gebe nicht Dein Denken ab. Suche nicht die Wahrheit im Außen. Ein guter spiritueller Lehrer zeigt Dir, wie Du selbst Deine Wahrheit erkennst, wächst und unabhängig von ihm wirst.
    In meiner Arbeit ist jede Behandlung auch ein Training. Ich gebe mein Wissen und meine Methoden weiter, dass sich meine Klienten selbst helfen können und meine Unterstützung immer seltener benötigen. Auch mein Podcast enthält sehr viele kostenlose Methoden-Trainings. Ich begleite Menschen in die Unabhängigkeit. Denn unsere Welt benötigt kompetente, handlungsfähige Mitstreiter für den Weg in das neue Bewusstseinszeitalter.

  3. Wie viel Ego eines spirituellen Lehrers steckt in seinen Methoden?

    Oft ist die Absicht für eine Methode oder ein Seminar gut, aber das Ego des spirituellen Lehrers mischt sich unbemerkt immer mehr ein.
    Ich habe einmal ein Seminar besucht, dass mir versprochen hat, mich innerhalb eines Tages mit meiner absoluten Schöpfermacht zu verbinden und alle Manipulation und krank machenden Faktoren zu beseitigen. Der Entwickler dieser Methode wollte immer noch mehr Heilung und Transformation in kürzere Zeit packen. Eigentlich ein schöner Plan, mich hat diese energetische Überfrachtung jedoch völlig in die Knie gezwungen. Mein System war gesprengt und ich habe 3,5 Wochen gebraucht, um wieder klar zu kommen.
    Unser Ego kann sich unbemerkt „verselbständigen“. Eben hat ein spiritueller Lehrer die Methode noch entwickelt zum Wohle der Menschen, jetzt will er aber der Beste sein auf dem Markt. Der Bekannteste. Der Größte unter allen. Dann werden selbst bekannte und öffentliche spirituelle Vorbilder verführbar. Diesen Shift habe ich schon bei vielen von ihnen beobachtet. Ich bin mittlerweile sehr dankbar für diese Erfahrung auf dem Seminar, denn nun weiß ich, dass es diese Gefahr gibt und bleibe achtsam.

  4. Wirken die Versprechungen viel zu schön, um wahr zu sein? Vorsicht bei Superlativen.

    Ich habe schon mehrfach spirituelle Angebote gesehen, in dem Heiler versprechen, sämtliches Karma eines Menschen an einem Tag oder einem Wochenende aufzulösen. Meines Erachtens ist dies ein haltloses Versprechen. Wir könnten so viel Veränderung auf einmal überhaupt nicht aushalten. Wir müssen reif sein. Manche karmischen Themen wollen noch einmal angeschaut werden und bieten noch mehr Lehren. Man kann große Karma-Portionen lösen, aber als Referenzwert: Für einen solchen Weg habe ich persönlich trotz allem 1,5 Jahre benötigt.
    Themen und Herausforderungen, die uns schon unser halbes Leben begleiten, verschwinden nicht über Nacht. Der Weg der Erkenntnis und Veränderung ist eben genau das – ein Weg. Dieser benötigt Begleitung. Man kann den Weg immer wieder beschleunigen, aber selten gibt es Abkürzungen, die uns alle Arbeit abnehmen.

  1. Was ist Deine eigene Absicht?

    Warum möchtest Du spirituell wachsen? Ist es die Sehnsucht Deiner Seele? Oder möchtest Du es jemandem mal „so richtig zeigen“ was Du drauf hast? Dass Du besser bist? Dass Du intuitiver, hellsichtiger, heilender bist als jemand Anderes? Je mehr Ego-Bedürfnis uns treibt, desto angreifbarer und manipulierbarer sind wir selbst.

  2. Trainiere Deine Intuition.

    Ohne eine gute Intuition geht es nur schwer, Deinen eigenen Weg zu finden. Trainiere sie, indem Du lernst, Dich zu spüren. Beobachte Dich selbst.

Je mehr Du mit Deinem höheren Selbst verbunden bist, desto besser wird Deine Intuition. Du wirst dann einfach WISSEN, ob etwas das Richtige für Dich ist. Deshalb möchte ich Dir zwei Methoden vorstellen, die Deine Intuition unterstützen.

Methode des wissenden Feldes:
Schreibe jede spirituelle Methode, oder jeden spirituellen Lehrer, die/der Dich interessiert auf je einen Zettel und falte alle diese Zettel gleich. Mische sie ordentlich durch und verteile sie auf dem Boden. Das Ziel ist, dass Du nicht mehr weißt, wo was steht.
Stell‘ Dich dann nacheinander auf jeden einzelnen Zettel und fühle genau hin, was Du wahrnimmst. Wenn da viele Zettel auf dem Boden liegen, notiere dir vielleicht, was du jeweils wahrnimmst.
Vielleicht wird Dir schwindelig? Oder Du fühlst Dich viel mehr geerdet. Spürst Du eine Temperatur? Wirst Du ängstlich oder glücklich? Du wirst auf jedem Zettel etwas anderes spüren.
Nimm Dir ausreichend Zeit zum Wahrnehmen und lasse Dich intensiv ein. Wenn Du damit fertig bist, falte die Zettel wieder auseinander. Wo hast Du Dich am besten gefühlt? Wo am Schlechtesten? Das Ergebnis wird Dir einen deutlichen Hinweis geben, ob Dir etwas dient!

Kinesiologisches Testen mit Hilfe des Körperpendels:
Alles hat eine Energie. Auch ein Training, eine Information, ein Seminar. Mit Hilfe der Kinesiologie kannst Du die Wechselwirkung z.B. eines Seminars mit Deinem eigenen Energiesystem testen. Kinesiologie bedeutet einfach nur: „Die Lehre von der Bewegung.“ Wenn ein Reiz Dich schwächt oder blockiert, verändert sich die Bewegung Deines Körpers.

Eine gute Methode des Selbsttests ist das Körperpendel.

Setze oder stelle Dich zunächst aufrecht hin. Dann erde Dich. Ziel ist, in einen neutralen Zustand zu kommen, an dem Deine Gedanken oder Emotionen nicht das Testergebnis beeinflussen. Dabei kann die Vorstellung helfen, alles was Dich gerade beschäftigt, alle Belastungen und Gedanken in Mutter Erde abfließen zu lassen.

Oder Du Stellst Dir eine Wolke vor, in die Du alle Emotionen und Gedanken, Verwirrungen fließen lässt. Wenn Du Dich leicht und frei fühlst, stelle Dir vor, die die Sonne auf die Wolke scheint und alles auflöst.

Immer noch aufrecht bittest Du Deinen Körper, Dir eine Ja Antwort zu zeigen. Er wird dann beginnen sich vor und zurück zu bewegen, oder nach links oder rechts wanken. Mein Körper schwingt bei einer Ja-Antwort nach vorn. Eine gute Testfrage ist: Mein Name ist xyz (hier Deinen Namen einsetzen). Dann sollte dir Dein Körperpendel eine Ja Antwort signalisieren.

Dann überprüfe die Pendel-Bewegung, die Dein Körper bei einer Nein Antwort macht. Zum Beispiel mit der Frage: Ich heiße Rumpelstilzchen. Wohin schwingt dann Dein Körper? Meiner geht nach hinten.

Du hast Dich sozusagen „geeicht“. Nun kannst Du die Fragen, die Dich interessieren, als Aussagen formulieren. Aussagen deshalb, weil diese von der Energie stärker sind und sie sich klarer testen lassen. Wichtig ist, dass diese Aussagen eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Einige Beispiele:

  • Dieses Seminar dient mir zum allerhöchsten Wohl körperlich, geistig, seelisch. -> Wohin pendelt Dein Körper? Bei einer nein Antwort kannst Du die Aussage weiter überprüfen:
    • Es dient mir körperlich?
    • Es dient meinem Intellekt?
    • Es dient meiner Seele zum höchsten Wohl?
  • Dieser spirituelle Lehrer passt zu mir zu 100%. Zu 90%…. -> Wohin pendelt Dein Körper?
  • Das Seminar bringt mich zu mehr als 80% weiter.

Mit Hilfe des Körperpendels kannst Du ebenso überprüfen, welches Erkältungsmittel das richtige ist, ob Du ein Lebensmittel verträgst etc.

Fazit: Jedes spirituelle Angebot sollte Deine Weisheit, Freude und Anbindung erhöhen, Dich inspirieren, ein Stück heiler machen und die Angst vor der Tür lassen. Deine Seele wird Dich dafür lieben. Für die Verbindung zu Dir selbst brauchst Du keinen Guru. Also: BE Your Own Guru.

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Britta Trachsel
Diplom Psychologin und Seelen-Berufungscoach

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