Episode 30 Erkannt werden – vom Glück und Unglück des Spiegelns – eigenständiger 2. Teil der Reihe

Wann wurdest Du zuletzt wirklich GESEHEN. Wirklich erkannt?

Es ist ein magisches Gefühl, voller Wärme und Zuneigung, wenn ein anderer uns versteht, uns das signalisiert, das Richtige fragt. Das Richtige sagt. Zum richtigen Zeitpunkt. Das Signal dahinter: „Ich sehe Dich so, wie Du wirklich bist.“

Ich darf das sehr häufig in meiner Arbeit erleben. Wenn ich einem anderen nur erzähle, wie ich seine Aura wahrnehme. Da habe ich noch nichts transformativ oder Heilimpulse gesetzt. Allein dieses „Ich werde gesehen“ tut bereits so sehr gut.

Deshalb suchen wir auch oft so sehr danach, uns zu spiegeln. Siehst Du mich? Wo stehe ich? Wer bin ich? Im Idealfall bekommen wir Anerkennung, Lob, Aufmerksamkeit. Ich kenne kaum einen Menschen, dem dies egal ist.

Aber nicht immer geht es natürlich so aus. Ungefragtes negatives Feedback, harsche Kritik, Worte, die signalisieren: „Du bist nicht richtig, wie Du bist“, können ebenso heftig verletzen wie das Gesehen und Anerkennt werden, Verstärker ist.

Blickst Du in die richtigen Spiegel?

Also Achtung, wenn Du nach Resonanz mit anderen suchst. Überprüfe: „Blicke ich überhaupt in die richtigen Spiegel?“ Ich war einmal ein Teil einer Clique mit drei Pärchen. Das ist schon gut 15 Jahre her. Ich habe mich oft gefragt, was mit mir falsch ist, wenn die beiden Frauen seltsam reagierten. Mir gegenüber sich sehr egoistisch gaben, obwohl das nicht ihrem Wesen erschien. Bis ich verstand, in ihren Augen war ich sehr privilegiert. Schlank, sportlich, schön, klug. Beruflich erfolgreich, mit gutem Einkommen, Marathon Läuferin. In ihren Reaktionen auf mich war also oft Neid im Spiel, den ich zunächst nicht durchschaute, weil sie mich gleichzeitig auch sehr gern hatten. Tatsächlich konnte ich schließlich doch etwas Gutes aus diesem gespiegelt werden lernen.

Der Spiegel ist zu klein

Spiegel, in die wir blicken, können auch zu klein sein. Ein Beispiel: Du bist der erste in Deiner Familie, der sich Selbständig macht und damit recht erfolgreich ist. Alle sind stolz und voll Lob für Dich. Bewundern Deinen Mut und was Du erschaffst. Aber machst Du es wirklich gut? Kannst Du etwas besser machen? Das erfährst Du nur, wenn Du mit anderen Selbständigen sprichst, die schon etwas länger auf dem Weg sind, als Du selbst. Hier kannst Du wertvolle Tipps bekommen und Dich eher austauschen.

Der Spiegel ist zu groß

Vergleichst Du Dich als junger Unternehmer jedoch mit den Größten und Führenden Deiner Branche, könntest Du Dich schnell entmutigen lassen. Wenn ich meine YouTube Videos z.B. mit den Videos von Psi Online vergleiche, die dafür ein professionelles Kamera-, Ton- und Schneideteam haben, hätte ich mir den falschen Spiegel ausgesucht. Ich kann mich daran orientieren und von den Besten lernen, aber es sagt nichts darüber aus, ob ich nicht richtig gut bin in dem, was ich gerade tue. Ich hätte nur die Berühmten Äpfel mit Birnen verglichen.

Es gibt keinen Spiegel

Auch hier möchte ich Dir ein persönliches Beispiel erzählen. Meine spirituelle Entwicklung ist rasant. Ich habe in kürzester Zeit Fähigkeiten entwickelt, die die meines gesamten spirituellen Umfeldes überstieg. Dabei war das für mich selbst alles so neu. Ich bin nicht schon seit Geburt hellsichtig und bin auch nicht mit hellsichtig/ energetisch mächtigen Menschen in irgendeiner Form aufgewachsen. Was sich da vor zwei Jahren in mir in rasanter Fahrt entwickelte, machte mich oft atemlos, staunend, hinterließ Fragen. Ist das „normal“, eine Karma Auflösung für die gesamte Erde zu können?

Als ich neulich bei meiner Osteopathin war, machte sie mir durch ihr Spiegeln ein riesiges Geschenk. Wenn jemand Energie in meinen Körper fließen lässt, spüre ich sofort, ob dieser Fluss optimal ist, oder ob es im Anderen Blockaden gibt, die den Strom behindern. In der Regel stellt sich dann ein Tanz der Energien ein, weil mein Energiesystem den anderen auch „behandelt“. Ich fragte also meine Osteopathin, ob ich die Hand auf ihre Stirn legen dürfte, weil ich zig Engstellen wahrnahm. Sie bejahte dies mit den etwas kryptischen Worten: „Ich lege meinen Kopf vertrauensvoll in eure Hände.“

Im Anschluss an meine Behandlung sagte sie, dass sie niemanden mehr an ihren Kopf lässt, nicht einmal die großen Lehrer, bei denen sie in Ausbildung war. Alle würden sie eng machen, niemand hätte genügend energetischen Raum, um sie an dieser kritischen energetischen Stelle nicht einzuengen und auch sie könnte meinen Kopf nicht behandeln. Ich war zu Tränen gerührt und voller Dankbarkeit. Sie hat mir durch diesen schlichten Satz gesagt: Britta ich sehe und spüre Deine Größe. Sie hat mir einen wertvollen Spiegel geschenkt.

Spiegelgesetz: Wie innen so außen

Es gibt sogar ein hermetisches Prinzip, das Spiegelgesetz genannt wird. Kurz zusammengefasst bedeutet es: Alles was Du im Außen erlebst, hat auch etwas mit Dir im Inneren zu tun. Und alles was im Inneren ist, hat auch etwas mit dem zu tun, was im Außen ist.

Wenn Dich ein Verhalten von anderen total auf die Palme bringt und Dir regelmäßig die Hutschnur platzt, überprüfe was es mit Dir selbst zu tun hat. Mich hat es früher manchmal aufgeregt, wenn meine Arbeitskollegen häufig krank waren, häufiger früher Heim gingen wegen Kopfschmerzen und ich saß da abends um 19 Uhr noch mit hochgekrempelten Ärmeln…

Warum war ich wütend? Weil sie Selbstfürsorge lebten und auf sich aufpassten, wo ich mich noch immer ausbeutete. Das war so Ende meiner Zwanziger…

Ebenso verrät Dir die Reaktion der anderen etwas über Dich selbst: Anfang letzten Jahres ist eine kurze, aber sehr tiefe und mir wichtige Freundschaft in die Brüche gegangen. Plötzlich lehnte mich die Freundin total ab, attackierte mich regelrecht, neidete mir alles. Ich erzählte dies einem Bekannten, der mich nur fragte: Britta, was in Dir selbst lehnst Du denn noch so sehr ab? Ich steckte selbst so tief drin, dass ich in diesem Moment sehr dankbar war, dass er mir diesen Spiegel anbot. Auch ein spiritueller Coach braucht manchmal einen spirituellen Coach 😉. Mittlerweile achte ich viel häufiger auf das Wechselspiel von Innen und Außen.

Das Ende des Spiegelns

Es gibt Bewusstseinszustände, die man als erleuchtet bezeichnen kann. Du bist völlig verbunden mit Deinem Sein. Du fühlst Deine Verbindung zum All Eins und bist ganz Seele, ganz Deine Essenz, eben 100%iges Sein. Hier brauchst du keine Spiegel mehr. Du erkennst Dich. Du weißt einfach, wer Du bist. Wenn Du in diesem Zustand einen anderen Menschen siehst, kannst Du auch ihn ganz sehen. Wunderschön, das Erleben zu können.

Bewusste Manipulation durch Menschen

Zum Abschluss möchte ich noch kurz ein Phänomen anreißen, das sogenannte Gaslighting. Hierbei handelt es sich um ein bewusstes falsches Spiegeln, um einen Menschen systematisch klein zu machen und zu brechen. Mit Sätzen wie: „Du machst aber auch nie etwas richtig!“ „Ohne mich wärst Du doch gar nicht lebensfähig!“ Wird einem anderen absichtsvoll und systematisch seine Kompetenz, Autonomie, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit abgesprochen, so lange bis er es glaubt. Wenn ihr dies in eurem Umfeld erlebt – bitte sprecht betroffene Menschen an, organisiert Hilfe. Das ist Terror unter Menschen.

Wie geht es weiter?

In der letzten Podcast Folge dieser Reihe steigen wir tief in die spirituelle Welt ein. Auch hier gibt es absichtsvolle Manipulation durch Wesenheiten, die uns nicht wohlgesonnen sind. Ich erzähle euch, wie ich nach und nach mich diesem Thema konfrontiert wurde und warum ich mich mittlerweile als Expertin auf diesem Gebiet verstehe.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse mir Deinen Kommentar. Ich freue mich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Britta Trachsel
Diplom Psychologin und Seelen-Berufungscoach

neubeginn@britta-trachsel.de
+49 61 32 / 9 74 91 46